Kühlschrank Strom sparen – 11 effektive Tipps

Strom sparen beim Kühlschrank ist möglich
Strom sparen beim Kühlschrank ist mit unseren Tipps möglich

So sparen Sie Energie bei Kühlgeräten

Nach wie vor gehören Kühlschrank und Gefrierschrank zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Rund 20 % des Haushaltsstroms entfallen auf Kühlgeräte – ein Bereich, in dem sich mit einfachen Maßnahmen dauerhaft sparen lässt. Mit einigen Tipps und Tricks lässt sich eine Menge Strom und damit bares Geld einsparen.

Tipp 1: Richtige Temperatur in Kühlgeräten

Bei den allermeisten Kühlschränken reicht die Stufe eins, um die empfohlenen 7 Grad zu erreichen. Mit einem Kühlschrankthermometer lässt sich das am besten feststellen. Pro einem Grad weniger kann man bis zu 6 % an Strom einsparen. Für die Gefriertruhe sind -18 Grad genügend.

Tipp 2: Warme Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank

Frisch gekochte Marmelade oder warme Essensreste strapazieren das Gerät und sollten vorher immer erst abgekühlt werden. Auch das spart Strom.

Tipp 3: Regelmäßiges Abtauen

Vor allem Gefriergeräte und Modelle ohne automatische Abtautechnik sollten in regelmäßigen Abständen abgetaut werden. Denn eine dicke Eisschicht treibt den Stromzähler in die Höhe. Bei 2 mm Eis steigt der Stromverbrauch um rund 15 %. Am schnellsten geht das mit einem Föhn: Gerät abschalten, Lebensmittel in einen Wäschekorb legen und dann das Eis zum Schmelzen bringen, reinigen – fertig.

Tipp 4: Durchdachtes Ordnungsprinzip spart Strom

Wer die Inhalte sinnvoll anordnet, spart Energie. Lebensmittel, die öfters benützt werden, sollten weiter vorne stehen, damit man nicht lange suchen muss. Warme Raumluft sollte möglichst wenig eindringen, denn dann muss der Kompressor wieder kühlen und verbraucht mehr Energie.

Tipp 5: Verschiedene Zonen richtig nutzen

Im Innenraum herrschen verschiedene temperierte Zonen, die entsprechend genutzt werden sollten. Oben ist es am wärmsten, unten kälter. Das Gemüsefach für empfindliches Gemüse und Obst hingegen ist wieder etwas wärmer.

Tipp 6: Der beste Standort

Wer die Möglichkeit hat, stellt seinen Gefrierschrank möglichst im kalten Keller auf – dort muss das Gerät weniger Kühlleistung bringen. In der Küche gilt: weit weg vom Herd oder Sonneneinstrahlung. An der Rückwand sollten 5 bis 10 Zentimeter Platz gelassen werden. Pro 1 Grad Verringerung der Raumtemperatur lassen sich 3 bis 6 % Energie einsparen.

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Tipp 7: Gleich ein neues Gerät?

Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf das EU-Energielabel. Seit September 2021 gilt die neue Skala von A bis G – die alten Plus-Stufen (A+, A++, A+++) wurden abgeschafft. Geräte der Klasse A sind heute der beste verfügbare Standard; der angegebene Jahresverbrauch in Kilowattstunden auf dem Etikett ist der verlässlichste Vergleichswert beim Kauf.

Außerdem sollte man sich überlegen, ob ein Gefrierfach wirklich nötig ist, wenn sich bereits eine Gefriertruhe im Haus befindet.

Tipp 8: Wie hilft der Inhalt beim Sparen?

Das Gerät sollte nach Möglichkeit mit Tetrapacks mit Milch oder Saft gefüllt sein – das hat die Wirkung eines Kühlakkus, der gespeicherte Kälte an die Umgebung abgibt und bewirkt, dass der Motor weniger Kälte erzeugen muss.

Übrigens: Wer Tiefgefrorenes über Nacht im Kühlschrank auftauen lässt, kann ebenfalls die Energiekosten senken.

Tipp 9: Ausschalten bei Urlaubsreise

Bevor man in den Urlaub fährt, sollte man das Gerät leeren und ausschalten. Viele Lebensmittel lassen sich prima in der Gefriertruhe lagern. So muss während einer Reise nicht gleich ein zweites Gerät laufen.

Tipp 10: Rückwand entstauben

Durch regelmäßiges Entstauben der Rückwand lässt sich nicht nur die Lebensdauer verlängern – es werden auch rund 10 % Netzenergie eingespart.

Tipp 11: Regelmäßige Pflege und Wartung

Es gibt moderne Geräte, die nicht mehr abgetaut werden müssen – sogenannte „No Frost“-Modelle. Klassische Modelle hingegen müssen regelmäßig abgetaut werden; auch das Gefrierfach sollte von der Eisschicht befreit werden. Mit Essigwasser lassen sich Fächer und Wände gründlich reinigen. Außerdem sollte man ab und zu die Dichtungsstreifen kontrollieren – poröse Dichtungen lassen Warmluft eindringen und treiben den Verbrauch unnötig in die Höhe.

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Haben Sie die Stromkosten unter Kontrolle?

Wollen Sie die Stromkosten unter Kontrolle bringen, dann sollten Sie wissen, wie viel Sie verbrauchen und wo der Strom bleibt. Um das herauszufinden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die unterschiedlich genau sind.

Wie stellen Sie fest, ob Sie zu viel verbrauchen?

Wenn Sie wissen, wie viel Strom Sie insgesamt pro Jahr verbrauchen, lässt sich grob einschätzen, ob der eigene Haushalt im üblichen Rahmen liegt. Richtwerte des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für 2025:

  • Ein-Personen-Haushalt: etwa 1.300 bis 1.500 kWh pro Jahr (ohne Warmwasser per Strom)
  • Zwei-Personen-Haushalt: etwa 2.000 bis 2.500 kWh pro Jahr
  • Vier-Personen-Haushalt: etwa 3.500 bis 4.000 kWh pro Jahr

Den gesamten Stromverbrauch können Sie auf der Jahresstromrechnung nachlesen. Wer den eigenen Zähler zweimal im Abstand von 30 Tagen abliest, erhält einen Näherungswert für einen Monat – dabei sollte man die Jahreszeit berücksichtigen, da der Verbrauch saisonal schwanken kann.

Was tun, wenn der Stromverbrauch zu hoch ist?

Um Stromfresser im Haushalt zu finden, muss man den Verbrauch einzelner Geräte kennen. Bei Leuchtmitteln ist das einfach – die Leistungsaufnahme steht auf dem Leuchtmittel und der Verbrauch lässt sich leicht berechnen.

Wenn eine 11-Watt-LED beispielsweise 24 Stunden brennt, verbraucht sie 24 × 11 = 264 Wh, also 0,264 kWh – in vier Tagen etwas mehr als eine Kilowattstunde.

Messgeräte für Küchengeräte

Bei neuen Geräten ist der durchschnittliche Verbrauch auf dem Energielabel angegeben. Den Verbrauch älterer oder unbekannter Geräte lässt sich mit einem Strommessgerät ermitteln, das man kaufen oder häufig bei Verbraucherorganisationen und Mietervereinen ausleihen kann.

Wer sich auch mit dem Thema Energiesparen im ganzen Haushalt beschäftigt, findet im Artikel zum Energiesparen durch Umdenken weitere Ansatzpunkte. Und wer Lebensmittel länger frisch halten möchte, findet im Beitrag Vorräte vor Lebensmittelmotten schützen hilfreiche Hinweise.

Häufige Fragen zum Stromsparen

Für die Kühlung empfehlen sich 7 Grad Celsius, für das Gefrierfach –18 Grad. Diese Werte reichen für eine sichere Lebensmittellagerung aus. Jeder unnötige Grad kälter erhöht den Stromverbrauch um etwa 6 %.
Sobald sich eine Eisschicht von mehr als 2 mm gebildet hat, steigt der Stromverbrauch spürbar an. Bei Geräten ohne automatische Abtautechnik empfiehlt sich ein Intervall von ein- bis zweimal jährlich – oder immer dann, wenn die Eisschicht sichtbar zunimmt.
Seit September 2021 gilt die Skala A bis G ohne Plus-Stufen. Klasse A ist heute der beste verfügbare Standard. Verlässlicher als die Buchstabenklasse ist der auf dem Etikett angegebene Jahresverbrauch in Kilowattstunden – er erlaubt einen direkten Vergleich zwischen Modellen.
Möglichst weit entfernt vom Herd, Backofen und direkter Sonneneinstrahlung. An der Rückwand sollten 5 bis 10 Zentimeter Abstand zur Wand bleiben, damit die Wärme gut abgeführt werden kann. Im kühlen Keller verbraucht ein Gefriergerät deutlich weniger als in einer warmen Küche.
Ja, bei längeren Abwesenheiten ab etwa einer Woche rechnet sich das. Einfach leeren, reinigen und ausgeschaltet mit offener Tür stehen lassen – viele Lebensmittel können in der Zwischenzeit in der Gefriertruhe gelagert werden.