Sie ist süß, cremig und bei Jung und Alt beliebt – gemeint ist die beliebteste Süßigkeit: Schokolade. Jeder Deutsche isst mehrere Kilo Schokolade im Jahr. Dabei sind dem Feinschmecker-Gaumen kaum Grenzen gesetzt. Ob als Pudding, in Form eines Kuchens, Mousse, Riegel, ganz klassisch als Tafel oder aber etwas ausgefallener als lecker schmelzendes Schokoladen-Fondue. Besonders im Winter ist Fondue beliebt, aber der Einsatz eines Schokoladen-Fondue Sets hat zu jeder Jahreszeit Hochsaison.
Dass Schokoladenfondue auch vegan geht – und zwar richtig gut – wissen noch nicht alle. Dabei ist die Zubereitung überraschend unkompliziert, das Ergebnis cremig, aromatisch und absolut fonduewürdig. Wer einmal veganes Schokoladenfondue gemacht hat, wird es so schnell nicht wieder missen wollen.
Vegan ist Trend – auch beim Naschen
Vegane Schokoladen liegen im Trend, denn immer mehr Menschen achten auf eine pflanzliche Lebensweise und wollen auch beim Naschen keine Kompromisse eingehen. Ob hell, dunkel, mit Rosinen, Früchten oder exotischen Zutaten wie Quinoa oder Amaranth – die Auswahl an veganen Schokoladen ist riesig, ebenso aber auch die Qualitäts- und Preisunterschiede. Aber gute vegane Schokolade muss nicht teuer sein, denn mittlerweile verfügen Ketten wie DM oder Budnikowski über ein großes Sortiment an veganen Schokoladenvarianten, die besonders schmackhaft sind.
Für ein gelungenes Fondue lohnt es sich trotzdem, etwas genauer hinzuschauen. Nicht jede vegane Schokolade schmilzt gleich gut, und gerade beim Fondue merkt man den Unterschied zwischen einer guten Tafel und einer mittelmäßigen sofort. Dunkle Schokolade ab 50% Kakaoanteil ist in der Regel die zuverlässigste Wahl – sie schmilzt gleichmäßig, hat einen kräftigen Eigengeschmack und verträgt sich gut mit süßen Früchten.
Tipps und Tricks bei der Zubereitung von veganem Schokofondue
Bei der Zubereitung von veganem Schokoladen-Fondue solltest du zuerst darauf achten, nur pure Schokolade zu verwenden – also keine Schokolade, die Nüsse, Früchte oder eine Füllung hat. Darüber hinaus solltest du wissen, wie sich die verschiedenen Inhaltsstoffe beim Schmelzen der Schokolade verhalten. So hat Schokolade mit Kokosmilch einen niedrigeren Schmelzpunkt als Schokolade, die Reis- oder Mandelmilch als Hauptbestandteil hat.
Dies gilt sowohl für helle als auch dunkle vegane Schokolade. Wichtig beim Schmelzen ist, dass du die Schokolade möglichst langsam, unter stetigem Rühren und bei niedriger Temperatur schmilzt – denn nur so stellst du sicher, dass keine Klumpen entstehen oder die Schokolade anbrennt. Weiße Schokolade besteht aus Kakaobutter und muss daher stärker gerührt werden, damit sich das Fett nicht von den anderen Bestandteilen absetzt.
Insbesondere bei weißer Schokolade empfiehlt es sich, Qualität zu kaufen, denn viele weiße vegane Schokoladen, insbesondere von Discountern, sind mit Vanillin gestreckt, das beim Schmelzen einen leicht pappigen Nachgeschmack haben kann. Hier solltest du beim Kauf genau auf die Zutatenliste schauen und lieber ein paar Euro mehr ausgeben.
So bereitest du veganes Schokoladen-Fondue zu
Veganes Schokoladen-Fondue ist sehr einfach herzustellen. Für ca. 4 Portionen benötigst du folgende Zutaten:
- 100 g vegane Schokolade mit einem Kakaoanteil von 50–70%
- 100 ml Hafermilch, Mandel- oder Sojamilch
- 100 g Mandelmus (sorgt für die perfekte Cremigkeit und verbindet alle Zutaten miteinander)
- 80 g Rohrzucker
- 1 Prise grobes Meersalz
Das Mandelmus ist dabei der eigentliche Geheimtipp: In Kombination mit Mandelmilch gibt es dem Fondue einen besonders runden Geschmack. Alternativ kannst du auch Cashewmus verwenden, das allerdings einen stärkeren Eigengeschmack hat. Wenn du weder Mandelmus noch Cashewmus im Hause hast, dann kannst du auch 1 TL Kokosöl nehmen. Bitte verwende keine Margarine, da diese sich nicht gut mit der Schokolade verbindet und einen unschönen Fettfilm hinterlässt.
Leckere Rezeptidee – die passenden Früchte
Zum Schluss benötigst du noch ca. 100 g kernlose Weintrauben, 1 Dose Ananasstücke (bitte verwende keine frische Ananas, da die Säuren in der Frucht das Fondue zersetzen können), 1 Banane und ein paar Erdbeeren. Nachdem die Schokolade geschmolzen ist, kannst du einfach die Früchte in die Schokolade tauchen – Vorsicht, heiß! – und genießen.
Einmal erkaltetes Fondue kannst du für ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Möglicherweise ändert sich die Konsistenz ein wenig und du musst vielleicht noch einmal ein wenig Mandelmus unterheben, wenn die Schokolade zu fest sein sollte. Achte auch darauf, dass das Fondue luftdicht verpackt ist, denn offene Behälter können unangenehme Gerüche anziehen.
Probiere dich aus und mische frische gehackte Nüsse in das Fondue oder veredel es mit Orangenschale oder Gewürzen – deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Und solltest du mal Lust auf ein kleines Fondue zwischendurch haben, dann kannst du alle Zutaten auch durch vier teilen und dir selbst eine kleine Schale leckeres, veganes Schokoladen-Fondue zubereiten.
Welche Früchte passen besonders gut?
Die klassische Kombination aus Erdbeeren und Schokolade funktioniert natürlich auch vegan hervorragend – aber es lohnt sich, über den Tellerrand zu schauen. Einige Früchte harmonieren mit dunkler veganer Schokolade besonders gut, andere kommen bei milderen Varianten besser zur Geltung.
| Frucht | Passt zu | Hinweis |
|---|---|---|
| Erdbeeren | Dunkler und heller Schokolade | Klassiker, immer richtig |
| Banane | Dunkler Schokolade | Süß und cremig, wunderbare Kombination |
| Weintrauben | Heller Schokolade | Kernlos verwenden |
| Ananas (Dose) | Dunkler Schokolade | Keine frische Ananas – zersetzt das Fondue |
| Mango | Heller und dunkler Schokolade | Reif und fest, nicht zu weich |
| Himbeeren | Dunkler Schokolade | Leichte Säure als Kontrast – sehr gut |
Veganes Schokofondue für besondere Anlässe
Ein veganes Schokoladenfondue ist nicht nur ein schnelles Dessert für den Feierabend – es eignet sich wunderbar als Highlight für Geburtstage, gemütliche Winterabende oder als krönender Abschluss eines veganen Dinners. Die Zubereitung dauert keine zwanzig Minuten, der Aufwand ist gering, der Effekt dafür umso größer.
Wer es etwas festlicher mag, kann das Fondue mit einer Prise Zimt, etwas gemahlenem Kardamom oder einem Spritzer Orangenlikör (es gibt auch vegane Varianten) verfeinern. Für Kinder empfiehlt sich eine mildere Schokolade mit weniger Kakaoanteil und vielleicht ein wenig mehr Rohrzucker – dann ist das Fondue für die ganze Familie ein Genuss.
Wer noch mehr Ideen rund ums vegane Naschen sucht, findet auf dieser Seite weitere Inspiration: Vegan kochen – ganz einfach mit dem Thermomix® und Pimpernelle.
Guten Appetit!








